Pflege Zuhause

Pflege Zuhause organisieren

Entlassmanagement: so geht es nach dem Krankenhausaufenthalt Zuhause weiter

Krankenhäuser sind verpflichtet, für Patienten nach voll- oder teilstationärem Aufenthalt  ein Entlassmanagement zu organisieren. 

Der Klinik-Sozialdienst / Case Manager prüft, welche ambulanten Leistungen nach der Entlassung erforderlich sind und organisiert diese. Genau an dieser Stelle können Sie uns mit einbeziehen.

Es ist die Zusammenarbeit zwischen Arzt – Pflege – Sozialdienst – und uns 

Checkliste

  • Ist hauswirtschaftliche Versorgung gesichert?
  • Ist die ambulante Pflege gesichert?
  • Ist die ärztliche Versorgung gesichert?
  • Hilfsmittel, Medikamente, Behandlungspflege Pflegebedarfseinstufung erfolgt oder eingeleitet?

Krankenhaus Entlassung: jeder Patient bekommt notwendige Arzneien / Verordnungen mit nach Hause, falls der Hausarzt am Wochenende oder an einem Feiertag nicht erreichbar ist. Einen Entlassungsbericht erhalten Sie ebenfalls.

Hausarzt: Informieren Sie den Hausarzt über den geplanten Entlassungstermin. Rezepte über nötige Hilfsmittel stellt die Klinik aus. Besprechen Sie mit ihrem Hausarzt den Pflegebedarf. Seine Einschätzung und ärztlichen Befunde können ggf. für den MDK wichtig sein.

Apotheker: Sprechen Sie mit Ihrem Apotheker über den aktuellen Medikationsplan, eine mögliche Tabletten-Verblisterung und Pflegehilfsmittel.

Pflegeberatung: Im Rahmen des Entlass-Managements informiert Sie das Krankenhaus. Erster Ansprechpartner bleibt Ihre Pflegekasse – gerne auch wir. 

Damit Sie Leistungen von der Pflegekasse bekommen, müssen Sie einen entsprechenden Antrag bei Ihrer Pflegekasse stellen. 

Feststellung der Pflegebedürftigkeit: Die Pflegekasse beauftragt einen Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK), den Grad der Pflegebedürftigkeit zu ermitteln.

Pflegekasse teilt Pflegegrad mit: Das Gutachten des MDK geht an die Pflegekasse. Diese prüft und entscheidet, ob eine Pflegebedürftigkeit vorliegt. 

Hilfsmittel organisieren

Treppenlift: Informieren Sie sich bei uns über Möglichkeiten, Finanzierung und Ihre Pflichten als Mieter.

Pflegebett: Worauf es ankommt, wissen Fachberater im Sanitätshaus. Sie brauchen eine ärztliche Verordnung. 

Inkontinenzmittel: Die Krankenkasse übernimmt die Kosten, falls ein Rezept vorliegt. Diagnose und Menge sollten darauf vermerkt sein. Die Kasse hat Vertrags-Lieferanten, die Hilfsmittel in der Regel nach Hause liefern.

Rollator: Falls ein Rezept vom Arzt vorliegt, können Sie es in einem Sanitätshaus einlösen. 

Pflegehilfsmittel: Betteinlagen, Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe: Bei anerkannter Pflegebedürftigkeit haben Sie Anspruch auf Pflegehilfsmittel. Die Pflegekasse erstattet bis zu 40 Euro pro Monat.

Hausnotruf: Bei genehmigtem Pflegegrad trägt die Kasse in der Regel die Kosten (Basistarif, Anschluss) oder einen Teil davon. Wir arbeiten zum Beispiel mit Vitakt. Dieser Anbieter hat spezielle Lösungen für Demenzpatienten. 

Positive Atmosphäre schaffen
Tips für den persönlichen Umgang
Gemeinsames Singen
Fester Tagesablauf
Körperpflege
Inkontinenz

Positive Atmosphäre schaffen

Gedächtnisstörungen und Alltagsprobleme von Menschen mit Demenz belasten gleichermaßen die Betroffenen  und Angehörige. 

Das Lernvermögen von Demenzkranken ist stark eingeschränkt. Versuchen Sie nicht, den Erkrankten mit logischen Argumenten zu überzeugen – er kann sie oft nicht nachvollziehen.

Beharrt er auf einem falschen Sachverhalt, versuchen Sie, ihn abzulenken und das Thema zu wechseln.

Biographiearbeit
Im Rahmen der Biographiearbeit lernen wir, was Sicherheit schafft bzw. Unsicherheit hervorruft. Insbesondere die Biographiearbeit kann zu Haus in der Familie durchgeführt werden: Demenz-Patienten bewegen sich gedanklich häufig in der Vergangenheit, so dass man auf den vorhandenen Erinnerungen aufbauen kann. 

Sprechen Sie mit dem Betroffenen über seine Kindheit, sein Berufsleben, seine Kinder. So kann man Erinnerungen abrufen und hat idealen Gesprächsstoff.

Negative Erinnerungen müssen nicht ausgespart werden. Es entlastet den Betroffenen, wenn er von diesen belastenden Erinnerungen erzählen kann.

Gemeinsames Singen
wirkt sich oft sehr positiv auf die Stimmung aus.  Selbst das Mitsummen der Melodie tut den Betroffenen oft gut.

 Erfahrungen mit Senioren
Warum ein „fester Tagesablauf“ nützlich ist
Weil das Kurzzeitgedächtnis oft nicht mehr richtig funktioniert, reagieren ältere Menschen auf Umbaumaßnahmen, neue Möbel oder Ablaufänderungen verunsichert und verängstigt. Deshalb gibt ein fester Tagesablauf das Gefühl der Sicherheit. 

Selbst wenn es Angehörigen langweilig vorkommt, kommen Senioren besser zurecht, wenn Alltagsabläufe einen festen Platz haben.

Feste Zeiten für Mahlzeiten, Ruhephasen, der täglichen Spaziergang am Nachmittag, bis hin zur Körperpflege.

Körperpflege
Generell sollte ein Demenz Erkrankter so viel wie möglich selbst erledigen und nur bei Bedarf Hilfe erhalten. Im Anfangsstadium reicht es, die passende Kleidung hinzulegen.
Waschen und Anziehen können sich die Betroffenen oft noch selbst.

Inkontinenz
Für den Betroffenen ist das oft beschämend und sowohl für ihn als auch für die Angehörigen ist es nicht einfach, mit der Situation umzugehen.

Ungünstige Kleidung oder ein zu langer Weg zum Badezimmer machen es dem Betroffenen  manchmal unnötig schwer. Regelmäßige Toilettengänge und Zeiten können hilfreich sein.